Beispiele aus dem Methodenkoffer von lebensbildung.digital

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine nutzerorientierte und interdisziplinär ausgerichtete Innovationsmethode, die schon länger bei Start-Ups und Unternehmen angewandt wird. Weit vor dem ersten Gedanken an Lösungsansätze geht es darum, die Problemstellung wirklich zu durchdringen und die richtigen Fragen zu stellen, um nicht die Analyse schon durch die Fragestellung unnötig einzugrenzen. Ist die Fragestellung gefunden, folgt die Formulierung der Problemstellung – konsequent aus der Perspektive der Zielgruppe gedacht. So ist es möglich, dass während der Analyse die ursprüngliche Fragestellung angepasst wird.

Design Thinking bedeutet: Arbeiten in…

  • …interdisziplinären Teams
  • …kreativförderndem Kontext
  • …iterativen Prozessen

 

  • Wo kam Design Thinking zum Einsatz?

Mit dem Start im Digitalzirkel über das Denklabor, der Rückkopplung im Digitalzirkel hin zum Ideenwettbewerb und den Innolabs wurden die sechs Schritte des Design-Thinking-Prozesses mit ihren iterativen Schlaufen bei lebensbildung.digital einmal über verschiedene Formate hinweg durchlaufen. Das Besondere: Die Formate des Denklabor und der Innolabs folgten als Formate in sich auch den Design-Thinking-Etappen und spiegelten damit den Gesamtprozess „im Kleinen“.

  • Design Thinkings auszuprobieren hat sich gelohnt, weil …

… sich der Digitalzirkel vertieft inhaltlich mit den sozial-innovativen Dimensionen der Digitalisierung auseinandergesetzt und nun ein gemeinsames Verständnis zum Thema hat.

… damit Methoden erfolgreich erprobt wurden, um sich einfach und effektiv „in die Schuhe“ der Zielgruppen zu stellen und somit ihre Lebenswelten und Bedarfe besser verstehen können.

… in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Ehrenamtsplattform KommMach.NRW und dem Werkzeugkoffer DoDigIT„echte“ Produkte entstanden sind, deren Umsetzung zurzeit vorbereitet wird.

 

Gamification

Was ist Gamification?

Gamification animiert und motiviert Menschen, sich mit Themen und ihrer Komplexität zu befassen. Selbst Themen, die an sich keinen „Spaßfaktor“ haben, werden mit Begeisterung und großer Motivation bearbeitet. Der Kerngedanke des Gamifikationkreislaufs ist, dass auch die Ausgangslage und die daran anschließende Anwendung auf die reale Situation Teil dieses Prozesses sind und somit „gamifiziert“ werden müssen:

 Blick ins Ministerium: Wo wird Gamifiaction eingesetzt?

Die Leitungsebene (Hausspitze, Abteilungs- und Gruppenleitungen) hat sich bewusst dazu entschieden, sich mit relevanten Trends und Methoden zu beschäftigen. So wurde im Januar 2017 eine ganztägige Klausur zum Thema Gamification durchgeführt. Externe Impulsreferate, eigene Spielentwicklung und Gruppenarbeit im fachpolitischen Kontext des Hauses haben es ermöglicht, das Thema kennenzulernen und es für die Arbeit des Hauses zu erörtern.

Gamification auszuprobieren hat sich gelohnt, weil …

… schnell klar wurde: Dieser methodische Ansatz der Zielgruppenansprache (User-Centred) und über Motivations- und Anreizsysteme anderes nachzudenken kann für die praktische Arbeit der Fachabteilungen enorm wertvoll sein. Daher wird das Haus im Sommer 2017 Workshops für alle Abteilungen zur Operationalisierung an konkreten Projekten und eine lebensbildung.punktuell-Veranstaltung organisieren.

 

Nudging

 

Was ist Nudging?

Beim Nudging, dem „Anstupsen“ hin zu besseren, aber nichtsdestoweniger freien Entscheidungen, werden Erkenntnisse aus Psychologie, Sozialwissenschaft und Verhaltensökonomie in die Politikgestaltung einbezogen. Aktuell wird diskutiert, wie das Regierungshandeln dadurch gezielt wirksamer wird. Nudging beschreibt einen Prozess, der Menschen dabei hilft, „bessere“ Entscheidungen zu treffen. Durch etwa bessere und eine zugänglichere Art der Information sollen sie sich stärker im eigenen und am Gemeinwohl orientierten Interesse verhalten.

Wie fand die Beschäftigung mit Nudging statt?

Aufgearbeitet wurde das noch junge Konzept des Nudgings als Thema einer Leitungsklausur. Für die Beschäftigten im Haus fand dazu eine lebensbildung.punktuell-Veranstaltung statt.  Ein wissenschaftliches Exposee, das zum Thema erstellt wurde, benennt zudem Chancen und Handlungsoptionen und zeigt auf, wie sich Modellprojekte dazu aufsetzen lassen.


Sich mit Nudging zu beschäftigen, hat sich gelohnt, weil …

… Nudging eine gute Möglichkeit ist, um im politischen Feld des MFKJKS – das in besonderem Maße alle Menschen erreichen und fördern möchte – auf positive Anreize zu setzen und Bildungsprozesse anzustoßen. So kann es mit Nudging gelingen, dass die Entscheidungs- und Ermöglichungsarchitekturen, die das Ministerium gestaltet und aus denen die Menschen für sich selbst wertvolle Impulse ziehen können, noch wirksamer werden.